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Aktuelles von GESTERN - September 2000 bis Juli 2001 |
Besuch in einer Bäckerei Wie entsteht unser Brot? |
Oktober 00 |
Mit dieser Frage beschäftigt machten sich unsere Kinder auf den Weg und besuchten die Altstadtbäckerei Pöppel. In der Backstube mit all ihren Maschinen erlebten die Jungen und Mädchen den Weg vom Mehl zum Brot hautnah. Unter Anleitung von Bäckermeister Pöppel konnten unsere Kids Teig selbst herstellen, versuchten mit eigenen Händen den Teig zu formen und verspeisten natürlich anschließend die fertige Backware genüsslich. Ein sinnliches Erlebnis! |
| Kartoffelfeuer |
November 00 |
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Da Kartoffelfelder in einem Abstand zum Kindergarten liegen, der für uns nicht zu überbrücken ist, beschließen wir dennoch: ein Kartoffelfeuer muss her! Unsere "Großen" legten auf der Schulwiese hinter dem Kindergarten eine Feuerstelle mit großen gespendeten Backsteinen. Feuer machen ist gar nicht so einfach - dies stellten unsere Kinder ganz schnell fest. Um es am "Leben" zu erhalten, braucht es immer der Überwachung und Versorgung durch den Schürhaken.
Endlich war es dann soweit: Ein Haufen von Glut bedeckte die Feuerstelle und konnte mit Kartoffeln belegt werden. Dann war Geduld angesagt! In der Wartezeit vergnügten sich die Jungen und Mädchen auf der Schulwiese. Unter lautem Gejohle und den Klängen eines Kartoffel-Liedes holten wir die Kartoffeln aus der Glut. Mit klammen Fingern schälten die Kids ihre heißen Kartoffeln, für die meisten eine neue Art, Kartoffeln zu essen. |
| 1. Sinnesparcours des Kreisjugendamtes Pfaffenhofen |
November 00 |
| Im gesamten Eingangsbereich und der geöffneten Turnhalle war für 14 Tage der Sinnesparcours des Kreisjugendamtes großflächig und überschaubar aufgebaut. "Objekte der Sinne" luden Kinder wie auch Eltern zum Experimentieren und Ausprobieren ein:
Der Geruchssinn konnte durch Geruchsdosen mit verschiedenen Ölen geschärft werden.
Der Sehsinn wurde an 3D-Bildern, Täuschbildern und Rohrschach-Testbildern erprobt.
Der Tastsinn konnte an Fühlkisten, Taststraßen mit verschiedenen Belägen und Kälte- und Wärmedosen getestet werden.
Der Hörsinn wurde am Klang bekannter und unbekannter Instrumente und an Schütteldosen erprobt.
Der Geschmackssinn wurde in vielen Koch- und Geschmacksübungen geöffnet für bekannte und unbekannte Gaumenfreuden.
Der Sinnesparcours konnte während der gesamten Betreuungszeit selbständig von jeweils 4 Kindern je Gruppe ausprobiert werden. Auch Eltern und Geschwisterkinder nahmen diese vielfältigen Möglichkeiten, seinen Sinnen nachzugehen, gerne wahr. |
| Opa Greiner besucht den Kindergarten |
Dezember 00 |
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Es war einmal........ so fangen Märchen an. Doch "Opa Greiner" besuchte die RAPPELKISTE nicht, um Märchen und fabelhafte Geschichten zu erzählen.
Vielmehr interessierte die Jungen und Mädchen, wie und mit welchem Spielzeug "Opa Greiner" früher gespielt hat, in einer Zeit ohne Pokemon, Computer und ferngesteuerten Spielsachen. Erstaunt hörten die Kids, dass Fahrräder noch eine Besonderheit waren und es fast kein Spielzeug zu kaufen gab.
Die Kinder machten sich mit ihrem Gast Gedanken darüber, was man sich an Weihnachten wünschen kann, ob alle Wünsche unbedingt in Erfüllung gehen müssen und wie die Jungen und Mädchen ihren Angehörigen durch Eigeninitiative Freude bereiten können, ohne Geld auszugeben. |
| Unter dem Motto "Weniger kann oft mehr sein" bereiteten sich die Kinder und das Team der RAPPELKISTE von September 2000 bis März 2001 auf das Projekt "Kindergarten - einmal anders" im Rahmen der "Suchtprävention" vor, das anschließend von März bis Mai 2001 in Zusammenarbeit und Unterstützung durch das Kreisjugendamt Pfaffenhofen durchgeführt wurde. |
| Projekt "Kindergarten - einmal anders" |
März bis Mai 01 |
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3-monatiges Projekt in Unterstützung durch das Kreisjugendamt Pfaffenhofen
Kinder brauchen Erfahrungs- und Spielräume, in denen sie die für sie wichtigen Lebenskompetenzen erlernen und einüben können. Doch diese Freiräume werden in unserer Gesellschaft immer weniger. Deshalb starteten unser Kindergarten und das Kreisjugendamt Pfaffenhofen im Rahmen der Aktion "Starke Kinder" das Projekt "Kindergarten - einmal anders". Auf der Erfahrung basierend "Weniger ist oft mehr" räumten wir gemeinsam mit den Kinder das gesamte Spielmaterial aus den Gruppenräumen und schickten es für drei Monate in den "Urlaub". Mit Kreativität und großem Erfinderdrang gestalteten die Jungen und Mädchen sich ihr eigene selbstgefertigtes Spielzeug: Aus Tischen und Schränken wurden Häuser und Höhlen, aus Toilettenpapierrollen wurden Fernrohre und Korken wurden zu Feuerwehrleuten umfunktioniert.
Besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass die Kinder versuchten, Probleme und Streitereien unter sich gemeinsam zu lösen, ohne dass von uns Erwachsenen vorgefertigte Lösungen angeboten wurden. In gemeinsamen "Kinderkonferenzen" konnte jeder seine Meinung sagen und die Anderen hörten zu. So kamen auch die Kleineren oder Schwächeren nachdrücklich zu Wort und konnten gleichberechtigt den Großen in das Geschehen einwirken und mit bestimmen.
Von Anfang an wurden auch die Eltern in dieses Projekt miteinbezogen. Waren manche anfangs etwas skeptisch und befürchteten, dass es den Kindern langweilig werden könnte, änderten sie aber sehr bald ihre Meinung und waren positiv überrascht vom heiteren, harmonischen und so gar nicht chaotischen Ablauf des Projektes. Die Kinder, die Eltern und unser Team waren rundum zufrieden mit dem Ablauf und den Auswirkungen des Projektes auf die Kinder. In zwei Jahren ist es wieder so weit: Dann starten wir das Projekt "Kindergarten - einmal anders" von Neuem. |
Besichtigung der Theaterkulissen der Agnes-Bernauer-Festspiele |
Juni 01 |
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Anlässlich der Agnes-Bernauer-Festspiele besichtigten die Schlaufüchse (Vorschulkinder) das Freilichttheater am Burgberg. Antonie Neuberger, selbst als Flötistin Mitwirkende der Festspiele, ermöglichte es den Kindern, einen Blick vor und hinter die Kulissen zu werfen. Besonders fasziniert waren die Kids von den alten Waffen, Wappen, Schwertern, Kostümen und Perücken, durch die sie sich das mittelalterliche Leben und die alte Geschichte des Schicksals der Agnes Bernauer noch bildlicher vorstellen konnten. |
Ausflug unserer "Großen" zum Ingolstädter Klenzepark |
Juli 01 |
| Wenn viele eine Reise machen, bleibt der Kindergarten geschlossen. Unsere "Schlaufüchse" (Vorschulkinder) machten sich an einem frühen Mittwochmorgen auf den Weg und fuhren mit dem INVG-Bus (kostenlose Gruppenfahrt) nach Ingolstadt. Nach dem Umsteigen und einer zweiten kurzen Fahrt erstürmten die Jungen und Mädchen den weiträumigen Park.
In den Wasserläufen wurden Blätter und Rinde zu Schiffen, im japanischen Teich wurden Fische, Libellen und anderes Getier entdeckt. Der Abenteuerspielplatz beschäftigte die Kinder über lange Zeit sehr intensiv: "Trau ich mich die Fallrutsche herunter? Schaffe ich den Seilkletterturm? Kann ich die Feuerwehrstange hochklettern?" Wir Erzieherinnen waren abgeschrieben und Langeweile kam nicht auf! Nach 2 Stunden Bewegung an der frischen Luft meldeten sich unsere knurrenden Mägen. Im Gartenschreberhäusl wurden wir aufmerksam bewirtet und ein Eis versüßte die noch kommenden Ausflugsstunden. Zurück am Spielplatz nahmen die "Großen" noch mutiger die Geräteanlage in Besitz.
Mit einem "Oh, wie schade" machten wir uns am Nachmittag auf den Rückweg zum Parkplatz, wo uns 2 Vohburger Kleinbusunternehmer erwarteten, die uns kostenfrei wieder in die RAPPELKISTE zurückbrachten. Müde, aber zufrieden! |
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